Interview Fabian Arnold

English version: here

Fabian Arnold hat als Model die internationalen Laufstege und Metropolen erobert – und modelt auch heute noch. Doch neben Shootings und Kampagnen hat ihn eine neue Leidenschaft gepackt: die Schauspielerei. Dafür ist er nach Los Angeles gezogen, wo er inzwischen mitten im Hollywood-Alltag angekommen ist. Für vertidramas spricht er über seinen Weg in die Filmindustrie, seine ersten Erfahrungen mit Vertical Dramas und ob er überzeugt ist, dass das Format auch in Deutschland seinen Platz finden wird …

Wenn du dich jemandem vorstellen würdest, der dich noch gar nicht kennt, was würdest du erzählen?

Ich würde sagen: Ich bin Fabian Arnold, 29 Jahre alt, Schauspieler und lebe in Los Angeles. Ursprünglich kam ich übers Modeln und Social Media zum Storytelling und damit zur Filmindustrie. 2022 bin ich nach Los Angeles gezogen und habe dort mit der Schauspielerei begonnen.

Wie bist du vom Modeln zur Schauspielerei gekommen – oder war der Weg ein anderer?

Ich bin vom Modeln zur Schauspielerei gekommen. 2015/16 habe ich mit Street-Style-Fotografie angefangen und bin danach als Backpacker nach Sydney gezogen. Dort habe ich Social Media weiter betrieben und schließlich offiziell mit Fashion-Modeling begonnen. Danach war ich zum Arbeiten in Singapur, Mailand und weiteren Metropolen. In Los Angeles habe ich schließlich meinen neuen Manager kennengelernt und damit war klar: hier möchte ich leben. 2022 habe ich es dann geschafft. Seither lebe und arbeite ich in L.A. und durch Zufall sowie eigene Weiterentwicklung, kam ich in Kontakt mit einem Acting-Manager. Er fragte mich, ob ich nicht Schauspiel ausprobieren möchte. Daraufhin habe ich Schauspielschulen besucht und schließlich meinen Weg in die Schauspielerei gefunden.

Gab es einen Moment, in dem du wusstest: Das ist es jetzt?

Einen einzigen Moment, in dem ich wusste ‚Das ist es‘, gab es eigentlich nie. Ich finde alles, was ich mache, spannend und interessant – vom Filmschreiben über Produzieren bis zum Schauspielern. Auch eine eigene Fashion-Brand oder eine Produktionsfirma zu führen, ist für mich erfüllend. Es sind all diese unterschiedlichen Facetten, die mein Leben spannend machen. Ich weiß, dass ich aktuell sehr glücklich bin mit dem, was ich mache, auch wenn ich mich noch auf meinem Weg befinde – und ich glaube, genau das ist es, worauf es ankommt.

 

Was hat dich dazu motiviert, nach Los Angeles zu gehen?

Ich bin nach Los Angeles gegangen, weil mein Modeltyp – etwas breiter gebaut, abseits des klassischen Hollister- oder Abercrombie-Stils – besonders in Amerika und vor allem in L.A. gefragt war. Dazu kam, dass ich Social Media gemacht habe und Los Angeles die Metropole für Hollywood, Social Media und alles rund ums Entertainment ist. Ich wusste einfach, dass ich dort meine Stärken am besten einsetzen kann.

Welche Stationen oder Erlebnisse auf deinem Weg haben dich besonders geprägt?

Jede Station in meinem Leben hat mich auf besondere Weise geprägt. Es lässt sich nicht einfach zusammenfassen, aber jeder Schritt und jede Entscheidung haben mich ein Stück weitergebracht. Singapur hat eigene Momente gebracht, Mailand wichtige Learnings und auch meine Zeit als Backpacker in Australien oder alleine in Neuseeland für zwei bis drei Wochen war prägend. Auf jeder Reise und an jeder Station habe ich neue Erfahrungen gesammelt, Kulturen kennengelernt, Werte vermittelt bekommen und Wissen in unterschiedlichen Bereichen aufgesaugt.

Wann bist du das erste Mal mit Vertical Dramas in Berührung gekommen?

Mit Vertical Dramas bin ich das erste Mal vor etwa anderthalb Jahren in Berührung gekommen, als ich die ersten Casting-Anfragen dafür bekam. Damals wusste ich noch nicht genau, was mich erwartet und dachte eher an YouTube- oder TikTok-Serien ohne großes Budget. Letztes Jahr im März 2024 habe ich dann meine erste Serie gefilmt und war überrascht, wie professionell, aufwendig und hochwertig Vertical Dramas tatsächlich produziert werden.

Was reizt dich daran im Vergleich zu klassischen Film- oder Serienformaten?

Das Besondere an Vertical Dramas ist die intensive Produktion: Es wird sehr viel gefilmt, man ist ständig im Einsatz und die Abläufe sind extrem effizient. Es ist zwar anstrengend, aber so lassen sich beispielsweise neunzig Seiten Drehbuch in nur acht Tagen umsetzen – im Vergleich zu klassischen Filmen, die oft drei Wochen bis einen Monat pro Projekt brauchen. Natürlich geht dabei ein bisschen Qualität verloren, aber als Schauspieler lernt man, in kurzer Zeit genau das umzusetzen, was benötigt wird.

Welche Rollen hast du bisher in Verticals gespielt – und welche ist dir besonders in Erinnerung geblieben?

Meistens wechsle ich zwischen Rollen wie einem CEO-Billionär oder einem Werwolf und übernehme oft die Hauptrolle. Im Zentrum steht dabei meist eine Love-Story mit der Hauptdarstellerin. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir eine Rolle in einem Koch-Drama: Ich habe einen Michelin-Star-Chef gespielt, gedreht wurde in einer großen Küche. Das hat richtig Spaß gemacht, weil es mal ein ganz anderer Charakter war (Anm.d.Red.: Taste of You/ Alta TV).

 

Was glaubst du, warum das Format in Asien und den USA so erfolgreich ist, hier aber noch in den Kinderschuhen steckt?

Vertical Dramas verbinden den Charme klassischer Liebesdramen der 90er und 2000er mit einem schnellen Tempo. Durch viele Cliffhanger, Soundeffekte und rasche Szenen bleiben die Zuschauer permanent engagiert. Das ist wahrscheinlich der Grund, warum das Format in Asien und mittlerweile auch in den USA so erfolgreich ist. Auf dem europäischen Markt, inklusive Deutschland, wird es sich sicher ebenfalls durchsetzen, weil klassische Film- und Serienformate oft lange dauern und die Aufmerksamkeitsspanne vieler Zuschauer geringer geworden ist. Außerdem sind wir durch Handynutzung inzwischen stärker ans Hochkantformat gewöhnt – ideal für unterwegs im Zug, Flugzeug oder Bus.

Wo siehst du die größten Chancen für Vertical Dramas hier in Deutschland, Österreich und der Schweiz?

Die größten Chancen für Vertical Dramas liegen darin, dass es eine neue Form von Fernsehen und Content sein kann. Gleichzeitig ist es aber schwierig, weil die großen Streaming-Anbieter und Plattformen am Markt oft Monopolstellungen haben. Sie investieren viel in Marketing und eigene Produktionen, wodurch es schwierig ist, das Format in Deutschland zu etablieren, ohne direkten Zugang zu diesen Apps. Eine eigene App zu starten und Content selbst zu produzieren, erfordert enorme Investitionen. Letztlich hängt es davon ab, ob die bestehenden Plattformen den DACH-Markt als Zielmarkt einbeziehen wollen.

Du hast eine eigene Marketing-Agentur – inwiefern hilft dir das in deiner Arbeit als Schauspieler und Autor?

Ich habe meine Marketingagentur 2021 gegründet. Als ich 2022 nach Amerika gezogen bin, habe ich FXA Media erst einmal ruhen lassen. In den kommenden Jahren möchte ich sie jedoch wieder aufleben lassen, da sie mir bei eigenen Projekten extrem hilft und ich damit auch eigene Filme produzieren möchte.“

Wie verbindest du deine unternehmerische Seite mit deiner kreativen Arbeit? Wie machst du das mit Terminen / Thema Zeitverschiebung?

In den letzten anderthalb bis zwei Jahren habe ich die unternehmerische Arbeit etwas ruhen lassen und mich stärker auf die kreative Seite konzentriert. Jetzt möchte ich langsam wieder zurückgehen und versuchen, beides miteinander zu verbinden.

Gibt es Synergien zwischen den Projekten deiner Agentur und deiner Arbeit vor der Kamera?

Synergien gibt es auf jeden Fall. Ich schreibe sehr gern – sei es Filmskripte oder Bücher – und könnte diese Projekte irgendwann über meine Agentur oder Produktionsfirma produzieren lassen. So sehe ich großes Potenzial, ein umfassendes Konzept aufzubauen.

Was hat dich dazu bewegt, deine Geschichte niederzuschreiben und damit in die Öffentlichkeit zu gehen?

Die Idee, das Buch zu schreiben, kam, nachdem mir mehrere Leute gesagt haben, dass meine Lebensgeschichte inspirierend ist und ihnen auf ihrer eigenen Lebensfindungsphase geholfen hat. Außerdem mochte ich das Buch ‚Greenlights‘ von Matthew McConaughey sehr. Ich fand es spannend, ein Buch zu schreiben, während man selbst noch mitten im Prozess ist, das Leben zu entdecken – im Gegensatz zu einer klassischen Memoire, die meist geschrieben wird, wenn das Leben schon abgeschlossen oder erreicht ist. Mein Ziel war es, Menschen zu helfen, die sich in ähnlichen Situationen befinden, und das Ganze nahbarer zu machen, indem ich es in meinem jetzigen Alter erzähle.

Sind die handschriftlichen Elemente einem Tagebuch entnommen?

Ja, die handschriftlichen Elemente stammen aus meinem Tagebuch – es sind Notizen und Zitate, die ich selbst verfasst habe.

Dein Freund Kevin, den du seit Kindheitstagen kennst, spielt darin eine Rolle – habt ihr noch Kontakt, seit du in Los Angeles lebst?

Kevin ist mein bester Freund seit Kindheitstagen und spielt eine große Rolle in meinem Leben. Wenn ich zu Hause bin, treffen wir uns noch regelmäßig. Da wir beide sehr beschäftigt sind, haben wir nicht täglich Kontakt, aber unsere Freundschaft bleibt unverändert – egal, wie weit wir voneinander entfernt sind.

Hast du in Los Angeles enge Freundschaften aufgebaut? Man sagt ja im Allgemeinen, die Amerikaner seien wesentlich oberflächlicher als die Deutschen. Stimmt das wirklich?

In Los Angeles habe ich mittlerweile zwei wirklich enge Freunde gefunden. Natürlich sind Amerikaner oft oberflächlicher und stark businessorientiert, was es schwieriger macht, echte Verbindungen zu knüpfen. Aber wenn man die richtigen Leute trifft, lassen sich definitiv Freundschaften schließen.

Wie leicht oder schwierig ist es, in dieser Branche echte Freunde zu finden?

In der Branche ist es schwierig, echte Freunde zu finden, weil sich viele Menschen zunächst vor allem auf ihre Karriere konzentrieren. Freundschaften entstehen oft, weil man in derselben Branche ist, und viele Leute kommen und gehen. Man muss für sich selbst herausfinden, wie eng man sich auf andere einlässt und wie viel man von sich selbst preisgibt.

Glaubst du an Seelenverwandtschaft und kann man sie auch in Freundschaften finden?

Ich glaube ganz fest an Seelenverwandtschaft – und man kann sie auch in Freundschaften finden. In jedem Land gibt es Menschen, die Ähnliches erlebt haben wie man selbst, und dadurch entsteht eine besondere Verbindung.

Gab es eine besondere Reaktion von Leserinnen und Lesern, die dich berührt hat?

Wenn ich die Rezensionen auf Amazon zu meinem Buch lese, bekomme ich oft Gänsehaut. Viele Menschen teilen sehr persönliche und emotionale Erfahrungen und schreiben, dass ihnen das Buch wirklich geholfen hat. Genau das ist für mich das Wesentliche – Menschen zu unterstützen und es ist natürlich unglaublich schön zu sehen, wie sehr es ihnen hilft.

Blick auf den deutschsprachigen Markt: Wie schätzt du das Potenzial von Vertical Dramas in der DACH-Region ein?

Das Potenzial von Vertical Dramas in der DACH-Region ist da, aber es gibt Herausforderungen. Für normale Produktionsfirmen in Deutschland sind die Eintrittsbarrieren hoch. Auch wenn Budget und Investitionen für Produktionen vorhanden sind, ist der spätere Vertrieb schwieriger, weshalb Kontakte zu den entsprechenden Plattformen entscheidend sind.

Könntest du dir vorstellen, hier zu drehen?

Natürlich kann ich mir vorstellen, hier zu drehen, man muss halt einfach nur die Rahmenbedingungen finden und an Leuten in Deutschland mangelt es auf jeden Fall nicht.

Gibt es Themen oder Genres, die du besonders spannend fändest, wenn Verticals hierzulande produziert würden?

Ich könnte mir vorstellen, Vertical Dramas auch hier in Deutschland zu drehen, allerdings etwas regionaler. Zum Beispiel Fußball-Stories mit Spielern, oder Geschichten rund um Musiker und andere bekannte Persönlichkeiten – das wäre meiner Meinung nach ein guter Weg, zusätzlich zu den klassischen Liebesgeschichten.

Woran arbeitest du aktuell?

Aktuell arbeite ich an verschiedenen Projekten – von eigenen Büchern und Geschichten, die ich schreibe, bis hin zu Filmsets und Auditions. Es gibt momentan kein einzelnes Projekt, in das ich all meine Energie stecke. Ich versuche gerade, das Audiobook meines Buches ‚Broken Boy‘ fertigzustellen, damit dieses Thema abgeschlossen ist und ich mich anschließend auf andere Dinge konzentrieren kann.

Gibt es ein Traumprojekt, das du unbedingt noch umsetzen möchtest?

Es gibt definitiv mehrere Traumprojekte, an denen ich noch arbeiten möchte. Details kann ich aktuell aber nicht verraten, da sie noch ziemlich geheim sind.

Wenn du auf die letzten Jahre zurückblickst … was war die größte persönliche Erkenntnis?

Meine größte Erkenntnis in den letzten Jahren war definitiv: Einfach machen und sich nicht von gesellschaftlichen Erwartungen niederkriegen lassen. Auch kleine Schritte können mit der Zeit zu etwas richtig Großem führen.

Gibt es ein Ziel oder vertraust du darauf, dass die Puzzleteile schon zur rechten Zeit an den richtigen Platz fallen werden?

Ich vertraue darauf, dass sich die Puzzleteile irgendwann alle fügen werden. Momentan arbeite ich an vielen verschiedenen Baustellen, aber ich glaube, dass sich das Muster irgendwann vollständig ergibt und alles reibungslos läuft.

Credit/Foto: Photographer Lalo Torres NYC, 2024

Weitere Infos:

Instagram: fabianxarnold

Fan-Account: fabianxdiaries und fabianxarnoldfanclub

Broken Boy (Buch auf Deutsch, Englisch und beide als Hörbücher)

ENGLISH VERSION:

Fabian Arnold has worked as an international model, shooting campaigns in fashion capitals around the world – and he’s still modeling today. But alongside photoshoots and campaigns, another passion has taken hold: acting. It brought him to Los Angeles, where he’s now right in the middle of the Hollywood scene. For vertidramas he talks about his way into the film industry, his first experiences with Vertical Dramas, and whether he believes the format will find its place in Germany too …

If you were to introduce yourself to someone who has never met you before – what would you tell them?
I’d say: My name is Fabian Arnold, I’m 29 years old, an actor, and I live in Los Angeles. Originally, I came from modeling and social media into storytelling and eventually into the film industry. In 2022 I moved to Los Angeles and started acting there.

How did you go from modeling to acting – or was it a different path?
I went from modeling to acting. In 2015/16 I started with street style photography and later moved to Sydney as a backpacker, where I continued with social media and officially started fashion modeling. After that I worked in Singapore, Milan and other fashion capitals. In Los Angeles I met my new manager, and it became my goal to move there. In 2022 I made it to L.A., and through coincidence as well as personal growth I got in touch with an acting manager. He asked me if I wanted to try acting. I then went to acting schools and eventually found my way into acting.

Was there a moment when you knew: this is it?
There was never just one single moment when I knew ‘this is it’. I find everything I do exciting and interesting – from screenwriting to producing to acting. Running my own fashion brand or a production company is also fulfilling for me. It’s all these different facets that make my life exciting. I know that right now I’m very happy with what I do, even though I’m still on my way – and I believe that’s exactly what matters.

 

 

What motivated you to move to Los Angeles?
I moved to Los Angeles because my model type – a bit more muscular, not the classic Hollister or Abercrombie look – was especially in demand in America and particularly in L.A. On top of that I was already doing social media, and Los Angeles is the hub for Hollywood, social media and everything entertainment. I just knew it was there that I could use my fortes best.

Which stages or experiences on your journey shaped you the most?
Every stage of my life has shaped me in a special way. It’s hard to summarize, but every step and every decision  helped me along/improve. Singapore had its own moments, Milan gave me important learnings, and also my time as a backpacker in Australia or being on my own in New Zealand for two to three weeks was formative. On every trip and in every place I gathered new experiences, got to know cultures, learned about values and absorbed knowledge in different areas.

When did you first come across Vertical Dramas?
I first came across Vertical Dramas about one and a half years ago when I got my first casting requests for them. At the time I didn’t really know what to expect and thought more of YouTube or TikTok series with low budgets. Then, in March 2024, I shot my first series and was surprised by how professional, elaborate and high-quality Vertical Dramas actually are.

What excites you about them compared to traditional film or TV formats?
What’s special about Vertical Dramas is the intensity of production:  there’s a lot of filming, you’re constantly working, and the processes are extremely efficient. It’s exhausting, but it allows you to shoot, for example, 90 pages of script in just eight days – compared to ordinary films that often need three weeks to a month (per project). Of course, some quality is lost, but as an actor you learn to deliver exactly what is needed in a very short time.

Which roles have you played in Vertical Dramas so far – and which one stayed with you the most?
Most of the time I switch between roles like CEO billionaire or werewolf and often play the lead character / leading part. Usually there’s a love story at the center with the female lead. One role that really stuck with me was in a cooking drama: I played a Michelin-star chef, and we filmed in a big kitchen. That was a lot of fun because it was such a different character.

 

 

Why do you think the format is so successful in Asia and the U.S. but still in its early days here?
Vertical Dramas combine the charm of romantic dramas from the 90s and 2000s with a fast pace. With lots of cliffhangers, sound effects and quick scenes, viewers stay constantly engaged. That’s probably why the format is so successful in Asia and now in the U.S. as well. On the European market, including Germany, it will definitely establish itself too, because traditional films and shows often take a long time and many viewers’ attention spans have gotten shorter. Plus, through smartphone use we’re now much more used to the vertical format – perfect for watching on the go on trains, planes or buses.

Where do you see the biggest opportunities for Vertical Dramas in Germany, Austria and Switzerland?
The biggest opportunities for Vertical Dramas lie in the fact that it can become a new form of television and content. At the same time, it’s difficult because the big streaming services and platforms often hold monopolies in the market. They invest heavily in marketing and their own productions, which makes it hard to establish the format in Germany without direct access to those apps / platforms. Starting your own app and producing content yourself requires massive investments. In the end, it depends on whether the existing platforms decide to include the German-speaking countries as a target market.

You founded your own marketing agency – how does that help you in your work as an actor and writer?
I founded my marketing agency in 2021. When I moved to America in 2022, I put FXA Media on hold. In the coming years I want to revive it because it’s extremely helpful for my own projects and allows me to also produce my own films.

How do you balance your entrepreneurial side with your creative work? How do you handle scheduling and the time difference?
In the last one and a half to two years I’ve put my entrepreneurial work a bit on the back burner and focused more on the creative side. Now I want to slowly get back to balancing both.

Do you see synergies between the projects of your agency and your work in front of the camera?
There are definitely synergies. I really enjoy writing – whether it’s film scripts or books – and could produce those projects one day through my agency or production company. This way, I see a lot of potential to build a comprehensive concept.

What inspired you to write down your story and share it with the public?
The idea to write the book came after several people told me that my life story was inspiring and had helped them during their own search for direction. I also liked Matthew McConaughey’s book Greenlights a lot. I found it exciting to write a book while still in the process of discovering life – as opposed to the typical memoir that’s usually written when life is already complete or goals have been achieved. My goal was to help people in similar situations and make it more relatable by telling it at my current age.

 

 

Are the handwritten elements taken from a diary?
Yes, the handwritten elements come from my diary – they’re notes and quotes I wrote myself.

Your friend Kevin, whom you’ve known since childhood, plays a role in it – are you still in touch since you moved to Los Angeles?
Kevin has been my best friend since childhood and plays a big role in my life. When I’m at home, we still meet up regularly. Since we’re both very busy, we don’t talk every day, but our friendship stays the same – no matter how far apart we are.

Have you built close friendships in Los Angeles? People often say Americans are more superficial than Germans. Is that true?
In Los Angeles I’ve found two really close friends by now. Of course, Americans are often more superficial and very business-oriented, which makes it harder to form genuine connections. But if you meet the right people, it’s definitely possible to build real friendships.

How easy or difficult is it to find true friends in the industry?
It’s difficult to find true friends in the industry because many people focus on their careers first. Friendships often form because you’re in the same business, and many people come and go. You have to figure out for yourself how  involved you want to  get and how much of yourself you want to share.

Do you believe in soulmates – and can that exist in friendships too?
I strongly believe in soulmates – and yes, you can find them in friendships too. In every country there are people who have gone through similar experiences as you, and that creates a special bond.

Has there been a reader reaction that really touched you?
When I read the reviews of my book on Amazon, I often get goosebumps. Many people share very personal and emotional experiences and write that the book really helped them. That’s the essence for me – supporting people – and of course it’s incredibly rewarding to see how much it helps them.

Looking at the German-speaking market: how do you assess the potential of Vertical Dramas there?
The potential of Vertical Dramas in the German-speaking countries is there, but there are challenges. For normal production companies in Germany, the entry barriers are high. Even if budgets and investments for productions exist, distribution later on is more difficult, which is why connections to the right platforms are crucial.

Could you imagine shooting here?
Of course I could imagine shooting here, you just have to find the right framework – and there’s definitely no shortage of talented people in Germany.

Are there themes or genres you’d find especially interesting if Vertical Dramas were produced here?
I could imagine shooting Vertical Dramas in Germany, but a bit more regional. For example, football stories with players or stories around musicians and other well-known personalities – I think that would be a great way in addition to the classic love stories.

What are you currently working on?
Right now I’m working on different projects – from writing my own books and stories to film sets and auditions. There isn’t a single project I’m putting all my energy into. I’m trying to finish the audiobook of my book Broken Boy so I can close that chapter and focus on other things.

Do you have a dream project you definitely want to realize?
There are definitely several dream projects I want to work on. I can’t share details right now though because they’re still confidential.

Looking back at the last few years – what was your biggest personal realization?
My biggest realization in recent years was definitely: just do it and don’t let social expectations bring you down. Even small steps can turn into something really big over time.

Do you have a set goal, or do you trust that the jigsaw pieces will fall into place at the right time?
I trust that at some point all the jigsaw pieces will come together. Right now, I’m working on many different things, but I believe the pattern will eventually be complete and everything will fall into place smoothly.

Credit/Foto: Photographer Lalo Torres NYC, 2024

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Instagram: fabianxarnold

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Broken Boy (Book in german an english and both as audiobooks)

Eine Antwort

  1. Lovely interview, really enjoyed it…keep up the good work ! I live in Switzerland , german part and I get to watch a lot of vertical dramas, so expanding is possible, I found it through Facebook and now I am addicted…! All the best Fabian, you are beautiful inside and definitely outside 😂🥰🥰

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